
Assyrisch-deutsches Theater entführt in die Götterwelt Mesopotamiens
Das Stück „Babylon“ ist so konzipiert, dass auch „nur“ deutschsprechende Leute die Handlung sehr gut verstehen und ihr Vergnügen haben werden.
sw/pd
Die Meta-Theater Produktion tritt kommenden Samstag mit dem Stück „Babylon“ in der Tonhalle
Wil auf, Beginn 20.00 Uhr. Dieses ungewöhnliche Theaterprojekt wird von assyrischen Laiendarstellern
aus dem Zweistromland, zwischen Euphrat und Tigris, zweisprachig Akkadisch und in Deutsch aufgeführt.
Am Anfang gab es nur Aspu und Tiamat das (männliche) Süsswasser und das (weibliche) Salzmeer.
Heute Abend wird gefeiert. Das Neujahrsfest. Man trifft sich, um zu besprechen, was noch zu tun ist.
Wer kümmert sich um was? um Speis und Trank, um Musik, Tanz und Theater? Die Ideen sprudeln.
Den letzten Wunsch haben die Kinder und die sind begierig alte Geschichten zu hören.
Auf der Wunschliste ganz oben steht die akkadische Schöpfungsgeschichte
Enuma Elisch. Doch wer kann sich an ihren Verlauf erinnern? Ein altes Buch
taucht auf. Aus der Erzählung formt sich die Geschichte zu bewegten Bildern
und nimmt ihren dramatischen Lauf.
Interessante Handlung babylonischer Herkunft
Mit Enuma Elisch besitzen wir in der akkadischen babylonisch-assyrischen Literatur
ein kosmogonisches Lehrgedicht ersten Ranges. Benannt ist das Enuma Elisch nach den
ersten beiden Worten seiner Anfangszeiten: Als oben... So pflegte man damals Literatur Werke
zu zitieren. Nicht unähnlich verfahren wir ja noch bei Teilen der Messe oder des Requiems
(z.B. Kyrie, Sancuts, Agnus Die).,
Das Enuma Elisch ist in sieben Tafeln eingeteilt. Es ist vermutlich im 12. Jahrhundert v.
Christus entstanden. Ziel des Enuma Elisch war die Rechtfertigung der Rolle des Gottes Marduk
als Hauptgott.
Das Theaterprojekt Babylon ist bisher u.a. in Augsburg, München, Nürnberg, Wien, Hengelo,
Hamburg,...ausgeführt worden. Die legendäre New Yorker Theatermacherin und Gründerin des La MaMa
Theatre New York Ellen Stewart ist Mentorin der Babylon Produktion.
Gut verständlich konzipiert
Dieses ungewöhnliche Theaterprojekt wird von assyrischen Laiendarstellern aus dem
Zweistromland, zwischen Euphrat und Tigris, zweisprachig Akkadisch und in Deutsch aufgeführt.
Das Stück ist so konzipiert, dass auch „nur“ deutschsprechende Leute die Handlung sehr gut verstehen
und ihr Vergnügen dabei haben werden.
Buchen Sie Ihre Plätze umgehend bei der Tonhalle Wil: www.tonhallewil.ch, info@tonhallewil.ch; oder 071 913 89 29. Eintritt für Schüler und Studenten Fr. 10.-
Mehr Infos über www.assyrer-schweiz.ch
Quelle des Artikels: infowilplus.ch
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